Armin Hohenadler

Ironman/Ultraläufer

Archive for the '1 Wettkampfberichte' Category

Halbmarathon München

Posted by armin on 1st April 2007

Bei optimalen Laufwetter wurde im bzw. kreuz und quer im Olympiapark der 3. Halbmarathon München gelaufen. Leider war der Streckenverlauf nicht ganz eindeutig, da kein einziges Schild oder Richtungspfeil vorhanden war. Auch bei der Zeitnahme kamen die jungen Helferinnen etwas durcheinander. Trotz allem konnte ich meine persönliche Bestzeit laufen und bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich wurde 6. in der Gesamtwertung und 3. in der AK 35/39 mit einer Zeit von „1:18:45“.

Ergebnisse  http://www.halbmarathon-muenchen.de/cpo/info/index.php?rubric=InfoAusschreibung                             Bericht HM München Traunsteiner Tagblatt.pdf

Lauf1.jpgLauf 2.jpgLauf mit Paolo.jpgSiegerehrung mit W.jpg

 

Posted in 1 Wettkampfberichte | Kommentare deaktiviert für Halbmarathon München

Ironman New Zealand

Posted by armin on 4th März 2007

Bilder NZ rad.jpgBilder NZ laufpdf_Seite_1.jpgBilder NZ zielpdf_Seite_2.jpg

IRONMAN New Zealand
Kia Ora
Über 1.000 Athleten starteten am Samstag den 3. März bei idealen Witterungsbedingungen bei der 23. Auflage des IRONMAN New Zealand. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer kamen aus NZ und die meisten von örtlichen Trathlonverbänden, für viele davon war es der erste Ironman. 30 Stunden Flug und 12 Stunden Zeitverschiebung machen den Ironman NZ nicht gerade zu einem verlängerten Wochenendtrip, weswegen von den über 1000 Teilnehmern nur 12 Deutsche den Weg nach Taupo fanden.
Schon Tage vorher war die ganze Stadt Taupo im Ironmanfieber. Es gab nicht nur IM Schokolade, Carbospecials, persönliche Widmungen auf T-Shirts in den Vitrinen der Sportgeschäfte, sondern man wurde direkt auf der Straße angesprochen, sobald man als Athlet erkannt wurde. Jeden Tag konnte man die steigende Spannung spüren.
Die Nacht vorher verbrachte ich in einem offenen Campingplatz, an dem viele Kiwis den Freitagabend richtig feierten. Nach einer fast schlaflosen Nacht, begann ich um 4 Uhr mit der Nahrungsaufnahme und gegen 5 Uhr packte ich meine Familie und fuhr Richtung Check in. Nachdem ich am Fahrrad alles Notwendige vorbereitet hatte, ging ich ins beheizte Zelt, um mich auch mental auf den bevorstehenden Wettkampf vorzubereiten und meinen Neo anzuziehen. Was hier auffiel, das wirklich genügend Toiletten vorhanden waren, was bei anderen Wettkämpfen oft einen Stressfaktor darstellt. Den bald 500m langen Weg von Wechselzone 1 zum Schwimmstart ging ich mit vielen anderen Athleten zum „Lake Taupo“. Die verantwortliche Organisatorin des IM NZ wird später in ihrer Rede auf der „Awards Party“ dem Rennen die Überschrift „CALOM“ geben, da sowohl das Wetter, der Ablauf und die Organisation des Ganzen unter dieser Stimmung stand.
Nachdem ich im Wasser stand rutschte der Champion Chip nach unten, so dass ich ihn neu fixieren musste. Als ich fertig war bemerkte ich erst, dass nur noch eine der 3 Startleuchten, die jeweils 1 Minute anzeigte, brannte und bevor ich mich versandt, viel auch schon der Startschuss.
Die vorher gewählte Position im linken, äußeren Schwimmfeld erwies sich als sehr gute Wahl, da sie mir einen schnellen start ermöglichte, sprich ich konnte sofort mit vollem Tempo beginnen und hatte nach 500m bereits  meinem Rhythmus gefunden. Mir viel auf, dass anders als in anderen Rennen im großen Getümmel in der Mitte kein „Hauen und Stechen“ stattfand.
Vielleicht übertrag sich die Ruhe des Sees auf unsere Gemüter. Die Tage vorher hatte ich den See nur mit Wellen und sehr starkem Wind gesehen, doch an diesem Morgen war das Gewässer so ruhig wie ein Swimmingpool.
Die Markierungen des  Schwimmkurses waren somit über die gesamte Strecke erkennbar. Am ersten Wendepunkt lief die Umkehr wie geschmiert, da es auch hier zu keinen Raufereien kam. Nachdem die erste Strecke für mich so gut gelaufen war, freute ich mich auf die zweiten Abschnitt und hatte bereits den Wechsel auf das Fahrrad im Kopf. Als 427. erreichte ich das Schwimmziel und rannte die ca 500m in Richtung Wechselzone.
Als ich in der Wechselzone ankam, hatte einer der fleißigen Helfer meinen Beutel schon bereit und ich konnte ungebremst in das Zelt durchlaufen und mich fürs Radfahren umzuziehen, dann weiter zum Rad, Helm auf und nichts wie weg zum Start. Hier erst darf auf das Fahrrad aufgestiegen werden. Ich schloss die Fahrradschuhe und ab ging es durch die Hauptstraße von Taupo, wo bereits einige Zuschauer standen und anfeuerten. Mein Puls raste und die ersten Kilometer konnte ich die ersten Athleten, die besser geschwommen waren als ich, bereits überholen .
Bei der Radstrecke galt es zwei Runden zu absolvieren, die hauptsächlich den bergigen Weg auf der Landstraße nach Rotoiti beinhaltete aber auch einige Siedlungsstraßen rund um Taupo mit teils verwirrender Streckenführung. Die Straßen waren wegen des Rennens für den öffentlichen Verkehr gesperrt.
Runde 1:
Umso weiter ich mich von Taupo entfernte umso mehr verstand ich, warum einige meiner Kollegen Arm- oder sogar Beinstulpen trugen: es wurde immer kälter und Nebelschwaden zogen über die Strecke, die Temperatur sank unter 10 Grad. Vielleicht trieb es mich nur noch umso mehr an, da ich langsam aber sicher in meinem leichten Wettkampfzweiteiler zu frieren begann. Die Kälte kroch an mir hoch und ich fühlte mich wie eingefroren in der Triathlonposition auf meinem Bike.
Zum Besseren Verständnis: die Temperaturen, zu denen ich in den Vergangenen Wochen trainiert hatte, lagen um die 25 grad und höher.
Das Tempo war hoch, da einige leichte senken kamen und kein Wind zu diesem Zeitpunkt herrschte. Weitere Teilnehmer wurden hier von mir überholt Nach 1h11min war ich am Wendepunkt in Rotoiti und es ging zurück nach Taupo. Der sehr raue Asphalt bescherte viele Athleten einen Radplatten, wovon ich Gott sein dank verschont blieb . Sogar der Vorjahressieger Ain-Alar Johandson schied freiwillig nach der zweiten Reifenpanne an 4. Position aus.
Viele harte Steigungen und aufkommender Wind machten es schwierig auf der Rückfahrt nach Taupo einen konstanten Rhythmus und Geschwindigkeit zu finden. Das ganze wurde schwer und zehrend. Erst als ich bei dem Motodrom von Taupo angekommen war, wusste ich aufgrund der Streckenvorbereitung im Vorfeld des Rennens, dass es nun 10 km bergab zum Wendepunkt in der Stadt gehen wird.
Leider wurde das Rennen ca 1km vor der Wende, durch einen schweren Unfall überschattet; an der Strecke waren zu diesem Zeitpunkt viele Rettungskräfte und die Unfallstelle war komplett mit Stellwänden abgeschottet. Später stellte sich heraus, dass ein Lieferwagen zwei Mountainbiker überfahren hatte, wobei einer starb.
Die Geschwindigkeit durch die Stadt vorbei an den vielen jubelnden Zuschauern war beim gesamten Feld hoch, um die vorherigen Schwankungen im schnitt wieder auszugleichen. Leider konnte ich somit meine Familie, die mitgereist war, in dieser Runde nicht sehen.
In der zweiten Runde spürte ich auf der Fahrt nach Rotoiti das klassische Brennen in den Beinen. Ein Triathlonkollege meinte einmal bei einem der ersten Wettkämpfe zu mir, dass man erst dann den Wettkampf richtig gefahren ist, wenn man dieses so spürt. Insgesamt fuhr ich in der zweiten Runde etwas langsamer. Nach dem Wendepunkt in Rotoiti begann für mich der schwerste Teil des Rennens der mir volle Konzentration und alle Kräfte abverlangte: die zweite Rückfahrt mit einigen Höhenmetern und Wind zurück nach Taupo.
Die Verpflegungspunkte der Radstrecke waren sehr gut ausgestattet, aber da ich meine Verpflegung selbst am Rad dabei hatte und die Temperaturen nicht besonders hoch waren, musste ich nur paar Mal Wasser auftanken.
An der Wechselstelle zeigte die Zeittafel für mich 6 h 16 min und in dem Zelt traf ich zu meiner Freude eine Wettkampfhelferin, die ich im Vorfeld des Rennens kennen gelernt hatte. Seit 20 Jahren bereits betreut sie den Ironman Neuseeland obwohl sie in USA lebt. Das besondere für mich war aber, dass sie ursprünglich aus Berchtesgaden stammte und mir nun ein paar Worte in meiner Muttersprache zurufen konnte.
Um von dem Wechselzelt auf die Rennstrecke zu gelangen, musste man eine 5-6m hohe Fahrbahnüberführung, die extra für das Rennen aufgebaut wurde, überqueren. Besonders war die steile Rampe, die man hinunterlaufen durfte und wirklich auf seine Beine achten musste um nicht zu fallen.
Die Laufstrecke ging in zwei gleichen Runden rund um die Wechselzone, am See entlang zum five mile beach und wieder zurück. Doch wer meint „am See entlang“ wäre eine schöne flache Uferstrasse, hat sich getäuscht: es war ein kontinuierliches rauf und runter!
Nach dem Wendepunkt konnte ich noch locker laufen und das Tempo sogar steigern nur nach dem Ende der ersten Runde war meine Kraft ziemlich am Ende, ich war ausgepumpt.
Glücklicherweise bekam ich jetzt meinen „Special needs bag“ mit meiner Eingenverpflegung und meinen eigens vorbereiteten Getränk: Cola mit Wasser ohne Kohlensäure und nach einmal austreten war ich wieder bereit.
Die Temperaturen stiegen nun kontinuierlich und ich war froh, dass die Verpflegungsstellen Wasser und Eiswürfel in großen Schöpfern bereithielten, um mir diesen über dem Kopf zu gießen.
Durch die vielen Hügel und langen, einsamen Steigungen musste ich mich immer mehr zwingen, das Tempo zu halten. Leider gab es hier kaum Zuschauer.
Als ich endlich die letzte Steigung überwunden hatte und nun wieder in Richtung Stadtmitte lief, war ein Läufer vor mir, den ich versuchte zu überholen. Leider musste ich die Geschwindigkeit wieder zurücknehmen und ihn ziehen lassen, da ich Krämpfe kommen spürte. Es ging einfach nicht mehr schneller. Ich hab wirklich alles gegeben. Kurz vor dem Ziel sah ich noch meine Frau mit meinen zwei Mädels, die eigens Plakate gemalt hatte und mich anfeuerten.
Im Zieleinlauf hießen die vielen Zuschauer mich als 33. mit einer Gesamtzeit von 9h 41min willkommen. In meiner Altersklasse belegte ich somit Rang 3 von 175 Triathleten und habe damit den Hawaii Quali erreicht.
Nach dem ersehnten „YOU ARE AN IRONMAN“ des Stadiumssprechers gönnte ich mir eine ausgiebige Massage und natürlich auch Brotzeit. Leider durften meine Begleitung – anders als in Hawaii- nicht mit ins Zelt um mich sofort zu begrüßen.
 
Fazit: Im Vergleich zu anderen Rennstrecken würde ich den Ironman in Taupo als schwierig Einstufen. Am härtesten ist definitiv die Radstrecke mit den vielen Steigungen und Senken sowie dem rauen Asphalt, womit sie fast an die gefürchtete Strecke von Hawaii heranreicht. Wobei auch die hügelige Laufstrecke nicht zu verachten ist.
 

Ergebnisse.pdf IRONMAN NEW ZEALAND 2007 results for Armin HOHENADLER.htm Bericht NZ.doc

Bericht Ironman New Zealand Traunsteiner Tagblatt.pdf

New Zealand.jpg

Brown zu schwach zum Feiern

Beim gut besetzten Männerrennen blieb der Kampf um den Sieg bis zum Ende spannend. Auf der Radstrecke konnte sich der dänische ITU-Langdistanzweltmeister Torbjorn Sindballe von Cameron Brown und dem Australier Luke Bell absetzen und seine Führung bis zum Kilometer 35 des Marathons behaupten, erst dort wurde er von den Schulter an Schulter laufenden Brown und Bell eingeholt. Drei Kilometer später konnte sich Brown mit einer Tempoverschärfung einen geringen Vorsprung vor dem 27-jährigen Australier herauslaufen. Im Ziel hatte der völlig erschöpfte Neuseeländer kaum mehr die Kraft seinen sechsten Sieg in Taupo nach 8:26:33 Stunden zu feiern. Bell folgte mit anderthalb Minuten Rückstand auf dem zweiten Platz, während sich Sindballe nach 8:34:46 Stunden ausgelassen über seinen dritten Platz freuen konnte.

Juhanson mit Materialproblemen

Vorjahressieger und Mitfavorit Ain-Alar Juhanson stieg nach 115 Kilometern mit zwei Reifenschäden innerhalb von zehn Kilometer entnervt aus. Der deutsche Profi Kai Hundertmarck, nach dem Radfahren noch auf Platz 20 liegend, fiel mit enttäuschender Marathonzeit noch auf den 47. Rang zurück. Bester Deutscher wurde Armin Hohenadler als 29.

IRONMAN New Zealand: Brown und Lawn gewinnen

Über 1.000 Athleten starteten am Samstag bei idealen Witterungsbedingungen bei der 23. Auflage des IRONMAN New Zealand. Bei den Frauen endete der Wettkampf wie erwartet mit einem deutlichen Sieg für Joanna Lawn (NZL) nach 9:20:02 Stunden, der durch die vor allen Dingen amerikanische Konkurrenz nie gefährdet werden konnte. Cameron Brown (NZL) hatte dagegen hart um seinen sechsten Sieg in Taupo zu kämpfen. Seinen Triumph machte Brown nach 8:26:33 Stunden erst auf der Zielgeraden klar.Während das Wetter im Vorjahr noch für katastrophale Bedingungen mit Sturm und hohen Wellen gesorgt hatte, waren diese in diesem Jahr ideal. Bei angenehmen Temperaturen um die zwanzig Grad und kaum Wellengang auf dem Lake Taupo konnten die Athleten sich diesmal ganz und gar auf ihr Rennen konzentrieren. Auch der Sieger Cameron Brown profitierte davon und gehört mit seinem sechsten Sieg beim IRONMAN New Zealand nunmehr zum exklusiven Club von nur fünf Athleten um Mark Allen, denen es gelang, ein und dasselbe IRONMAN-Rennen sechsmal zu gewinnen.Sindballe lange vorne
Brown, geschwächt von einer Magendarm-Erkrankung musste jedoch hart um den Sieg kämpfen, denn bis zum Schluss war es ein Trio, dass dem Rennen seinen Stempel aufdrückte. Dem lange Zeit führenden Dänen Torbjorn Sindballe gelang es ab Kilometer 37 des Marathons nicht mehr, seine Spitzenposition zu behaupten. Brown und den Australier Luke Bell musste Sindballe ziehen lassen und wurde schließlich Dritter in 8:34:46 Stunden. Brown setze sich erstmals nach 39 Kilometern von seinem einzig verbliebenen Begleiter ab und baute seine Führung auf der Zielgeraden zu einem Vorsprung von 400 Metern aus. Bell wurde nur eine Minute nach Brown Zweiter und beendete das Rennen nach 8:27:40 Stunden. Das erwartete Duell zwischen Cameron Brown und Vorjahressieger Ain-Alar Juhanson fiel aus, da der Este nach zwei Reifenpannen innerhalb der ersten zehn Kilometer entnervt aufgab.
Joanna Lawn mit historischem Sieg
Mit ihrem fünften Sieg in Folge beim IRONMAN New Zealand trug sich die 30-jährige Joanna Lawn endgültig in die Geschichtsbücher des Rennens ein. Nach 9:20:02 Stunden feierte Lawn bereits auf ihren letzten Kilometern, denn ihr Vorsprung vor der Konkurrenz war allzu deutlich. Den Start-Ziel-Sieg der Neuseeländerin konnten auch die US-Amerikanerinnen nicht verhindern. Heather Gollnick wurde nach 9:28:15 Stunden Zweite vor ihrer Landsmännin Kim Loeffler (9:33:44 Stunden).
       Re-Match Juhanson vs. Brown
Vor allem Cameron Brown, der im letzten Jahr durch die starke Konkurrenz des Esten Ain-Alar Juhanson seine unglaubliche Siegesserie unterbrechen musste, dürfte auf das Rennen brennen: „Well I’m counting down the hours to another New Zealand Ironman (this will be my 10th New Zealand Ironman!! so I will be joining the 10year club). It’s been a very good build up but things fell apart this week when I caught a stomach virus which saw me throwing up from both ends!! that was on wednesday night and I’m only just starting to come right, yesterday it was my youngest son Joshua who picked it up so it’s taken 3 out of the 4 in the family. I’m hoping to feel strong again tomorrow but time will tell, I wish I had a few more hours or days to come right but what will be will be!“. Gelegenheit für die Revanche hat Brown auf alle Fälle. Der amtierende Titelverteidiger Juhanson ist gemeldet und gesund. Das Duell könnte aber schnell zum lustigen Quartett werden, da mit dem auf den Half-IRONMAN starken Australier Luke Bell und dem Dänen Torbjorn Sindballe zwei ernstzunehmende Konkurrenten am Start stehen sollen. Das Feld der männlichen Pros erfährt durch Kai Hundertmarck eine Abrundung mit schwarz-rot-goldenem Touch. Bei den Frauen stehen Penka Vogelmann, Kerstin Fahrenschon und Celia Kuch für Deutschland am Start. Hält die Neuseeländerin Joanna Lawn Serie?
Ähnlich wie bei Brown verhält es sich mit Joanna Lawn. Sollte sie ihren deutlichen Siegambitionen gerecht werden können, wäre das der 5. Erfolg in Neuseeland und die Einstellung des Rekords ihrer Landsfrau Erin Baker aus dem letzten Jahrzehnt. Nach einem für Lawn harten Tag beim IRONMAN Hawaii 2006 mit vielen Problemen sicher die beste Wiedergutmachung, die vorstellbar ist.
Das Zünglein an der Waage um die Podiumsplätze am Renntag könnten aber die US-Amerikanerinnen Kim Loeffler, Heather Gollnick und Hillary Biscay sein. Ob die Performance der drei Damen für mehr als Platz 2 ausreicht ist die spannende Frage des Tages. 
Taupo (NZL)Die 23. Auflage des Bonita IRONMAN New Zealand geht mit über 1.000 Startern an die Neuseeländer Joanna Lawn und Cameron Brown. Damit haben sich die Top-Favoriten bei nahezu perfekten Wettkampfbedingungen mit 20° Celsius Lufttemperatur und kaum Dünung auf dem Lake Taupo durchsetzen können. Dominierte Lawn den gesamten Rennverlauf der Damen, musste Brown erneut auf die bewährte Taktik als „Runner up“ zurückgreifen und bis kurz vor dem Ziel kämpfen. Entsprechend erschöpft zeigte er sich unmittelbar nach dem Einlauf. 
Joanne Lawn mit ungefährdetem Start-Ziel Sieg
Einen beeindruckenden Start-Ziel Sieg zelebrierte Joanne Lawn, die sich damit dem 5. Titel bei dem IRONMAN mit so langer Tradition holte. Ihre Renntaktik „fahre so hart auf dem Rad wie möglich“ kommt den Lesern aus Deutschland gerade recht. Mit rund 12 Minuten Vorsprung kann das ehemalige Mitglied im Team Tri Dubai die starken Läuferinnen hinter ihr ausreichend distanzieren und gewinnt mit mehr als 8 Minuten Vorsprung vor den US-Amerikanerinnen Heather Gollnick und Kim Loeffler. Damit kann die Neuseeländerin zwar nicht den zuvor gehandelten Kursrekord brechen, den sie um etwas mehr als zwei Minuten verfehlt. Sie ist aber nicht mehr weit davon entfernt es ihrem Landsmann beim Trophäensammeln nachzumachen. Cameron „Mr. Consistent’“ Brown mit Magen-Darm Infekt
Die Sterne standen für Cameron Brown unmittelbar vor dem Rennen nicht so günstig und zeitweilig erschien noch vor dem Startschuss der Start und damit ein möglicher Sieg in Gefahr. Mit seinem 6. Titel in Neuseeland kann er als dritter Athlet neben Paula Newby-Fraser und Mark Allen 6 Siege bei einem Rennen für sich verbuchen. Nach dem Schwimmen führten die starken Radfahrer Torbjörn Sindballe (DEN) und Luke Bell (AUS) das Feld an, konnten einen der schnellsten Läufer im IRONMAN aber nicht ausreichend auf Distanz halten: Brown machte sich wie üblich mit geradliniger Beschleunigung daran der  acht-minütigen Rückstand von Sindballe und die zwei Minuten auf Bell zu pulverisieren. Bell hielt lange dagegen und lief Kopf-an-Kopf zusammen mit Brown bei Kilometer 33 an Sindballe vorbei. Doch nur 3 Kilometer später kann er einer Tempoverschärfung des Neuseeländers nicht mehr entgegensetzen und betitelte ihn mit nur wenig mehr als einer Minute Rückstand wie auf Ironman.com nachzulesen ist als „Mr. Consistent’“. 
Was sonst noch war…
Der Deutsche Kai Hundertmarck (Eppstein) wird in 9:54:20 Stunden 51. der Gesamtwertung. Schlimmer trifft es Mitfavorit und Vorjahressieger Ain-Alar Juhanson (EST). Bei mehr als der Hälfte des Radstrecke auf Platz 4 mit rund 6 Minuten Rückstand liegend gibt er das Rennen wenig später auf. Ganz anders verhält es sich mit dem Rekordstarter von Kona: Ken Glah finisht im zarten Alter von 44 Jahren in 9:30:08 Stunden in den Top 20 Overall und dürfte auch in diesem Jahr erneut vergnügt durch die Lavawüste von Big Island hüpfen… Ergebnisse
Männer
1. Cameron BROWN (NZL) 8:26:33
2.
Luke BELL (AUS) 8:27:41
3. Torbjorn SINDBALLE (DEN) 8:34:47
4. David MEADE (AUS) 8:53:55
5. Nick SAUNDERS (AUS) 8:57:31
6.
Rene ROVERA (FRA) 8:58:48
7.
Duncan MILNE (NZL) 9:01:19
8.
Shingo TANI (JPN) 9:05:11
9.
Axel REISER (NZL) 9:09:47
10.
Keegan WILLIAMS (NZL) 9:11:36

47. Kai Hundertmarck (GER) 9:54:20 
Frauen
1. Joanna LAWN (NZL) 9:20:02
2. Heather GOLLNICK (USA) 9:28:16
3. Kim LOEFFLER (USA) 9:33:43
4.
Hillary BISCAY (USA) 9:34:53
5.
Gina FERGUSON (NZL) 10:09:32
6.
Ann BANKE (DEN) 10:17:59
7. Mamiko SUZUKI (JPN) 10:22:26
8.
Miranda STACEY (NZL) 10:32:02
9.
Merryn GREENWOOD (NZL) 10:35:37
10.
Simonne MORRIS (NZL) 10:37:17

44. Kerstin Fahrenschon (GER) 11:51:32
48. Penka Vogelmann (GER) 11:55:24 
 
    
 

  

   

 

Posted in 1 Wettkampfberichte | 1 Comment »

20. Alzauenlauf Trostberg

Posted by armin on 11th November 2006

Wieder einmal hat es das Wetter gut mit uns gemeint und so herrschten am Samstag den 11.11.06 beim 10 km Alzauenlauf bis auf etwas Wind optimale Laufbedingungen. Das Anfangstempo war sehr hoch, mein GPS hat so um die 20 km/h angezeigt. Nach den ersten Kilometer mußte ich das Tempo drosseln, um in meinen eigenen Rhythmus zu finden. Es lief ganz gut und so kam ich als 13. und 1.AK mit einer Zeit von 35:41 ins Ziel. Ich war mit meiner Leistung super zufrieden, da mir der Ironman vor 3 Wochen immer noch in den Knochen hängt und ich auch seit dem so gut wie nicht trainiert habe. Ergebnisse Bericht Alzauenlauf Trostbertger Tagblatt 06.pdf

Alzauenlauf1.jpgAlzauenlauf.jpg

Posted in 1 Wettkampfberichte | No Comments »

New York City Marathon

Posted by armin on 30th Oktober 2006

Leider aus finanziellen Gründen abgesagt, aber bin für nächstes Jahr gemeldet.

Posted in 1 Wettkampfberichte | No Comments »

Ironman Hawaii 2006 Finish

Posted by armin on 21st Oktober 2006

Logo Ironman Hawaii2.jpg

Am Samstag, den 21. Okt. wurde auf der grössten Hawaiianischen Insel, Big Island, die 28. Auflage des legendären Ironman ausgetragen. Die 1700 der besten Langdistanz Triathleten aus der ganzen Welt gingen an den Start, um sich mit anderen zu messen oder um einfach nur den Mythos of Aloha hautnah zu erfahren.

Es liegt tatsächlich ein ganz besonderes Flair über dem Ferienparadies im pazifischen Ozean, wenn jedes Jahr im Oktober die Ironfrauen und -Männer darüber herrschen. Für mich ist die Teilnahme bei der WM etwas ganz besonderes und vor dem Start hatte ich richtig Gänsehaut.

Die Prozedere vor dem Start kennt jeder Teilnehmer von den Qualifikationsrennen. Oberarmbeschriftung, letzter Rad-Check, Auftragen von Vaseline und Sonnencreme und die mentale Einstimmung auf einen langen Tag gehören zum Wettkampf wie eine weitere Disziplin. Bereits um 4 Uhr morgens holte mich das Klingeln des Weckers aus dem Bett, damit ich für all das genügend Zeit fand.

Bereits früh morgens herrschte in der Bucht von Kaiula Kona reges Treiben. Tausende Zuschauer und Athleten schauten gespannt in Richtung Osten. Gegen 6:45 Uhr geht über den Vulkanbergen die Sonne auf und genau mit dem ersten Sonnenstrahl fiel der Startschuss für die Profis und um 7:00 Uhr für die Altersklassenathleten, die alle einen harten, langen, schmerzvollen, freudigen oder enttäuschenden Tag vor sich haben. Viele Stunden später weiss man, welche Attribute für einen selbst zutreffend sind.

Während 3,8 km Schwimmen, 180 km Rennrad fahren und ein anschliessender Marathon über 42,195 km lag vor jedem Athleten. Viel Unvorhergesehenes kann hier passieren, zumal die klimatischen Bedingungen für viele neu und nicht unbedingt trainierbar sind.

Endlich war es so weit. Pünktlich um 7 Uhr wurden die Altersklassen-Athleten unter tobendem Beifall der zahlreichen Zuschauer ins Rennen geschickt. Es war ein Kampf für mich, um meinen Platz im Wasser zu behaupten. Das Wasser war unruhig und eine starke Strömung verhinderte Bestzeiten beim Schwimmen. Nach 1.22 Stunden und 3800 m konnte ich aus dem Wasser steigen und aufs Rennrad wechseln.

Hier fühlte ich mich phantastisch und spürte sofort, dass ich in der Vorbereitung alles richtig gemacht habe. Vom ersten bis zum letzten Meter brachte ich Druck aufs Pedal. Manchmal schob sich eine Wolke vor die gleissende Sonne und der für die Insel typischen Passat-winde meinte es auch gut mit mir.

Vom 1272. Platz nach dem Schwimmen konnte ich mich während der 180 Radkilometer auf den 551. Platz vorarbeiten. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 36 km/h hatte ich manchmal das Gefühl, durch die Lava Wüste zu fliegen.

Noch immer relativ frisch stieg ich vom Rad und wechselte schnell in die Laufschuhe. Als ich plötzlich einen Schmerz im Rücken bekam. Wahrscheinlich durch das ständige abkühlen mit Eiswasser, Fahrtwind und der tiefen aerodynamischen Position, hat sich mein Rücken verhärtet.

Es ist für mich richtig hart! Trotz Schmerzen und erhitzten Körper von der anspruchsvollen Radstrecke beginne ich mit dem Marathon. Eiswürfel unter der Mütze und im Wettkampfeinteiler, und Schwämme auf den Schultern sollen den Körper abkühlen. „Die ersten fünf Kilometer waren sehr zäh.“ Danach habe ich meinen Rhythmus gefunden und selbst auf dem so genannten „Energy Lab“, einer Schlüsselstelle des Marathons mit einer langen Steigung unter einer eingebauten Hitzeglocke konnte ich noch voll durchziehen.

Langsam spürte ich dann doch meine Beinmuskulatur und genau hier machte sich meine mentale Stärke bezahlt. Ich kämpfte weiter, da ich wusste, dass diese Art von Schmerz vergänglich ist. Die Freude über die eigene Leistung und der starke Wille trugen mich genau so wie die Muskeln und Sehnen am Körper über die oft einsamen Kilometer. So etwa 3-4 km vor dem Ziel half alles nix, es war leider kein Dixi weit und breit, so musste ich neben der Strecke hinter einem Busch noch austreten. Die letzten 2-3 Kilometer konnte ich noch meine letzten Reserven mobilisieren und lief mit gut 15 km/h Richtung Ziel. 3.23 Stunden brauchte ich für den Marathon und erreichte mit einer Gesamtzeit von 9.53 Stunden den 323. Gesamtplatz und den 79. in der Altersklasse.

Die Vorbereitungszeit für dieses besondere Rennen war oftmals entbehrungsreich, aber die vielen Mühen haben sich gelohnt, für so ein gigantisches Rennen. Ich nehme trotz aller Anstrengungen eine schöne Zeit auf Hawaii mit nach Hause. Ich konnte trotz Training auf der Insel viel sehen. „Es war einfach super.“

Ergebnisse  Bericht Ironman Hawaii Trizeit.doc  Bericht Hawaii Traunsteiner Tagblatt.pdf  Bericht Hawaii Wochenblatt.pdf  Zieleinlauf 1350_age.wmv  Videos IM Hawaii

hawaii-rad.jpghawaii-lauf.jpghawaii-ziel.jpg

Ergebnisse Bericht Ironman Hawaii Trizeit.doc Bericht Hawaii Traunsteiner Tagblatt.pdf Bericht Hawaii Wochenblatt.pdf

Kailua-Kona, Hawaii (October 21, 2006) – Der Deutsche Normann Stadler überschritt die Ziellinie am historischen Pier in der Bucht von Kailua-Kona auf Big Island nicht nur als erster Athlet des Tages in 8:11:56 Stunden bei den Ford Ironman Hawaii Triathlon World Championship 2006, sondern verbesserte den bisherigen Radrekord des Dänen Torbjorn Sindballe aus dem Vorjahr um rund 3 Minuten auf 4:18:23 Stunden. Die Australierin Michellie Jones feierte ebenfalls einen überragenden Sieg bei ihrem erst zweiten Start in Kona. Sie ist damit die erste weibliche Australierin, die den Titel für ihr Land holen kann. Ihre Zeit im Ziel stoppt bei 9:18:31 Stunden.

Das Rennen war von zwei großen Verfolgergruppen geprägt, die von den anwesenden Schiedsrichtern nicht konsequent genug aufgelöst wurden. Bereits bei der Pressekonferenz wurde die Diskussion um die Windschattenbox durch Journalisten und die beiden Deutschen Stadler und Al-Sultan angestoßen.

Der Wertheimer Stadler, der bereits 2004 mit einer ganz ähnlichen Taktik erfolgreich war, konnte sich nach zwei Defekten im Vorjahr und dem Ausscheiden aus dem Rennen sowohl im Schwimmen, als auch Laufen verbessern. So früh, wie noch niemals zuvor übernahm er die Führung des Rennens. Bevor Kailua-Kona mit dem Rad in Richtung Hawi verlassen wurde sah er bereits das Führungsfahrzeug. „Ich bin so froh den zweiten Titel geholt zu haben. Bei meinem ersten Sieg sagten alle, daß es vielleicht eine einmalige Sache gewesen sein könnte. Heute konnte ich zeigen, daß ich auch Schwimmen und einen Marathon klar unter 3 Stunden laufen kann.“
Stadler führte ein starkes Feld an, daß auf dem Rad als Verfolger von dem US-Amerikaner Chris Lieto geprägt wurde. Die erste größere Verfolgergruppe führte der amtierende Titelverteidiger Faris Al-Sultan (Deutschland) an, nachdem er bereits beim Schwimmen den Großteil der Arbeit leisten mußte. Stadler hingegen mußte sich beim abschließenden Marathon vor allem gegen den stark laufenden Australier Chris McCormack (8:13:07 Stunden) wehren, während Al-Sultan sich den dritten Platz (8:19:04 Stunden) sichern konnte.

Die in San Diego lebende Jones, Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele im Triathlon von Sydney rundet ihre 19 Jahre andauernde Karriere mit ihrem ersten Weltmeistertitel ab. „Ich bin an den Start gekommen, um ins Ziel gekommen. Ich habe von einem Sieg geträumt, aber das er bereits bei meinem zweiten Start möglich ist, ist wunderbar. Ich bin sehr glücklich.“ Jones setzte sich vor allem auf dem Rad und beim Marathon gegen ein starkes Feld durch, das mit Joanna Zeiger, Desiree Ficker (alle USA), Lisa Bentley (CAN), Kate Major, Belinda Granger (alle AUS), Kate Allen (AUT) und Gina Kehr (USA) und der amtierenden Titelverteidigerin Natascha Badmann (SUI) stark besetzt war. Die US-Amerikanerin Desiree Ficker (9:24:02) überzeugte ebenso wie Bentley (3:08:54) mit guten Marathonzeiten.

Ergebnisse Ford Ironman Hawaii Triathlon World Championship,
21. Oktober 2006,
3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42 km Laufen

Top 10 Herren
1. Normann Stadler (GER) 8:11:56
2. Chris McCormack (AUS) 8:13:07
3. Faris Al-Sultan (GER) 8:19:04
4. Rutger Beke (BEL) 8:21:04
5. Eneko Llanos (ESP) 8:22:28
6. Marino Vanhoenacker (BEL) 8:24:17
7. Luke Bell (AUS)8:24:26
8. Cameron Brown (NZL) 8:25:22
9. Chris Lieto (USA) 8:27:37
10. Patrick Vernay (CAN) 8:28:13

11. Timo Bracht (Mannheim) 8:30:24
14. Stephan Vuckovic (Reutlingen) 8:34:26
20. Maximilian Longrée (Essen) 8:41:02
22. Frank Vytrisal (Darmstadt) 8:42:24
23. Uwe Widmann (Mannheim) 8:42:24
25. Markus Fachbach (Kadenbach) 8:45:06

Top 10 Frauen
1. Michellie Jones (AUS) 9:18:31
2. Desiree Ficker (USA) 9:24:02
3. Lisa Bentley (CAN) 9:25:18
4. Gina Kehr (USA) 9:27:24
5. Katherine Allen (AUT) 9:30:22
6. Kate Major (AUS) 9:31:53
7. Joanna Lawn (NZL) 9:32:48
8. Belinda Granger (AUS) 9:35:48
9. Melissa Ashton (USA) 9:38:22
10. Natascha Badmann (SUI) 9:38:52

31. Katja Schumacher (Heidelberg) 10:14:04

Posted in 1 Wettkampfberichte | 1 Comment »